Fotostrecke Thailand (Teil 1)

Prokrastination ist alles.
Ein Blog- Eintrag sollte gut geschrieben, unterhaltsam, anschaulich (etc.) sein. Um diesen Anspruch zu erfüllen müsste man sich Zeit nehmen. Aber es gibt keine deadline, also setz ich mich morgen dran. Morgen. Morgen…

Das scheint nicht wirklich zu klappen, denn der letzte Beitrag ist aus Phuket im Juni – jetzt ist es Dezember und wir sind in Saigon. 
Deshalb ändert sich das jetzt. Ich werde die Reise nicht mehr versuchen chronologisch zu dokumentieren, sondern einfach wie es grade passt.

Fotos aus Thailand wären doch grade passend, oder?

Angekommen in Phuket leihen Deniz‘ Freunde uns einen ihrer Roller und wir machen uns gemeinsam mit Deniz auf den Weg zum Monkey Hill.
Auf dem Weg dorthin fahren wir an einer elephant sanctuary vorbei – einem Ort, wo Elefanten in einem sicheren und artgerechtem Umfeld aufwachsen und leben können.
Bei der Fahrt fällt uns ein Riesen Spinnennetz auf, so groß dass wir anhalten um herauszufinden wer dort lebt.
Es hat lange gedauert diese Spinne ruhig und scharf zu fotografieren (mit einem schwarzem T-Shirt als Hintergrund) aber für das Ergebnis hat es sich gelohnt. Einige Monate später finden wir heraus, dass diese Art Spinne zu den gefährlichsten Tieren Asiens gehört.
Bei den ersten Affen angekommen fällt es leicht erste Freundschaften zu schlißen. So scheint es.
Denn was hier noch spaßig ist, wird später ernst.
Wir sind schlecht vorbereitet und haben weder Nüsse noch Bananen um mit den Affen zu verhandeln.
So lässt der Affe erst Anitas Haare nicht mehr los und schnappt sich später bei Gelegenheit ihr Handy. Sehr interessant, schnell kommen weitere Affen dazu und es wird sich gestritten. 
Ein Affe setzt sich durch und beginnt an ihrem Handy herumzuknabbern, guckt aber nur verwirrt als er es schafft mit den Zähnen die Displayfolie abzuziehen. Wir versuchen ihm etwas anderes zu bieten, doch weder Visitenkarten, noch Armbänder scheinen angemessen zu sein.
Wir haben Glück, denn jemand hat das Spektakel beobachtet und bietet uns Erdnüsse zum Tausch an. Deniz schafft es Anitas Handy schnell zurück zu erbeuten.
Doch nicht ohne Konsequenz, der Affe schnappt sich als nächstes die innere Polsterung Deniz‘ Helms. Doch als wir auch die zurück ergattern können ist der Affe sichtlich beleidigt.
Er setzt sich provokant auf meinen Roller, faucht uns an und zeigt Zähne, kommen wir zu nah. Erst versucht er den Spiegel abzubrechen, als das nicht klappt, starrt er uns an und verrichtet sein Geschäft auf meinem Lenker – groß und klein.
Wir schaffen es ihn zu verscheuchen, putzen den Roller und fahren schnell weiter.
Die Affen haben hier das Sagen. 
Oben angekommen sind die Affen deutlich freundlicher. Sie sind an Menschen gewöhnt und wir haben nun auch Erdnüsse gekauft. Im Tausch gegen diese gibt es Frieden und Ruhe. 
Der Moment bevor es eskalierte.
Während Anita es schaffte das Vertrauen eines jüngeren Affen zu gewinnen, wird ein deutsches Kind im Hintergrund panisch. Der Junge beschließt sich die Affen nicht einzeln zu füttern, sondern gleich die halbe Tüte auf die Straße zu werfen. Die Affen drehen durch, streiten und kämpfen um die Nüsse. Auch der kleine in Anitas Arm reißt sich los und beißt vorher noch ein mal zu. Schnell lassen wir sie verarzten und uns sagen, dass sie Glück hatte, dass es nur ein Kleiner war. An der Bissstelle entsteht zwar ein blauer Fleck, doch eine Infektion hat sie sich glücklicherweise nicht eingefangen.

Anitas Beine in diesem Bild erzählen noch eine andere Geschichte. DieGeschichte von den Moskitos und uns, dessen Stiche wir weder in Australien noch in Thailand entkommen konnten.
Noch einen Moment genießen wir die Aussicht von der Spitze des Berges und fahren dann weiter Richtung Big Buddha.
Unterwegs treffen wir wieder auf einen Elefanten. Diesmal unter deutlich schlechteren Bedingungen. 
Dieses schöne Tier hat nicht mehr Bewegungsraum als diese paar Stangen in denen es eingezäunt ist. 
Der Elefant ist sichtlich traumatisiert und wippt benommen vor sich hin. 
Die Halter versuchen das Mitleid der Touristen zu nutzen und uns, zu einem völlig  überteuertem Preis, Bananen zur Fütterung zu verkaufen. Wir passen, fragen uns ob das die einzigen Mahlzeiten sind die das Tier bekommt, fahren dann aber doch weiter.
Auch oben beim Big Buddha und dem anliegenden Tempel treffen wir auf Affen. 
Zum Glück haben wir noch ein paar Nüsse über.
Früh am nächstem Morgen brechen wir auf nach Koh Samui. Erst mit dem Bus, dann mit der Fähre.
Gemeinsam kommt einiges an Gepäck zusammen.
Im Hostel angekommen, laufen wir gemeinsam den Strand entlang auf der Suche nach frischen Kokosnüssen
– und werden schnell fündig.
Unsere Aussicht auf die Abenddämmerung von den Hängematten aus.
Gemeinsam mit einem, auf der Insel kennen gelerntem, Australier werden wir eingeladen an einer Buddhistischem Messe teilzuhaben. Der Gesang, die Atmosphäre, die Dekoration, die Menschen. Wir sind alle sehr beeindruckt und fühlen uns nach der Messe sehr ruhig und entspannt.
Ein Mönch bietet uns Weihwasser an und segnet uns ein Stück Stoff, bedruckt mit buddhistischen Zeichen und thailändischer Schrift. 
Hängematte oder Insel erkunden?
Heute mal  zu Fuß.
Wir treffen auf diese Bar und der Besitzer erzählt uns, dass er nicht nur auf dem Wacken Open Air Festival in Deutschland war, sondern auch die Beatles kennen lernen durfte. Nun hängen dort diese Bilder mit den original Unterschriften der Bandmitglieder.
Wir kommen auf dem weiterem Weg an einem Elefantengehege vorbei. Es werden Touren auf den Rücken der Tiere angeboten. Doch auch hier sehen die Elefanten nicht gesund aus. Sie bewegen sich kaum und schwanken auf der Stelle hin und her. Sobald man merkt, dass wir an keiner Tour interessiert sind, werden wir deutlich vertrieben.
Der Morgen danach.
Für die vergangene Nacht sind wir auf die benachbarte Insel Koh Phangan gefahren um an der Full Moon Party teilzunehmen.
Hier sieht man nicht nur die zahlreichen neuen Stiche an meinen Beinen, sondern auch das Ergebnis einer waghalsigen Aktion. Es wurde ein brennendes, in Benzin getränktes, Seil zum Seilspringen geschwungen. Deniz und ich nehmen die Herausforderung an und halten es erstaunlich lange durch. Bis ich aus dem Takt komme, das brennende Seil mir die Beine weg schlägt und ich auf dem Feuer lande. Das Ergebnis ist diese Brandwunde, welche auch heute noch als schwarzer Fleck auf meinem Bein zu sehen ist. Einen Tag lang kann ich nicht laufen, dafür aber einen weiteren Tag in der Hängematte entspannen. 
Jeden Abend ist die Aussicht eine Neue und immer wieder beeindruckend.
So auch morgens.
Die verbleibende Zeit auf Koh Samui umrunden wir die Insel mit den Rollern und besuchen einige Tempel und Sehenswürdigkeiten.


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