Saigon und weiter

Als wir im August letzten Jahres in Vietnam ankamen, wollten wir zwei Wochen in Ho – Chi Minh Stadt, oder auch Saigon, bleiben. Dort wollten wir in einem Homestay voluntieren. Denn da wir nicht mehr in Australien sind, hätten wir es auch mit der Arbeit schwerer, dachten wir.

Wir blieben 3 Monate im Homestay, unterrichteten dort Englisch an verschiedenste Leute aus ganz V und lebten dort zusammen im Haus.
Aus dem Unterrichten dort, ergaben sich auch bezahlte Jobs an Schule.
So arbeitete Anita 5 Monate in einem Kindergarten und als Vertretung an anderen Schulen. Ich arbeitete die Zeit hauptsächlich an Kindergärten und einer Highschool.

4 Monate lang mieteten wir ein Apartment in einem Familienhaus.
Für die letzten 3 Wochen in Saigon zogen wir zurück in Rose Englisch Homestay um uns von Freunden zu verabschieden und auf die Reise vorzubereiten.

Vom Homestay abgeholt wurden wir Samstag Nacht, fuhren zur Haltestelle und warteten auf den Bus. Der kam. Der Preis war günstig, dafür saßen wir auf den beiden Plätzen neben dem Fahrer im Bulli.

9 Stunden später morgens um halb 5 kamen wir in Da Lat an. Der Fahrer wollte uns noch bis zum Hostel fahren, aber die Adresse ließ sich nicht finden. Also ins Taxi und das gleiche Problem nochmal. Als wir dann den Hotelbesitzer erreichten kamen wir dann an.
Wir wurden mit heißem Tee begrüßt und haben sogar ein Upgrade fürs Zimmer bekommen.

Am ersten Tag gingen wir zu Fuß in die Stadt, besuchten das „verrückte Haus“, den Blumenpark und fuhren Tretboot.

Am nächsten fuhren wir mit dem Roller in die Berge. Zuerst machten wir Halt beim Clay Tunnel, welcher ein Model Dorf aus Lehmfiguren darstellt. Ganze Landschaften, Figuren oder aber auch eine Vespa aus Lehm erbaut findet man dort.
Zunächst fuhren wir zum Datlana Wasserfall.
Dieser lässt sich auf seine eigene Art besichtigen. Oben am Berg steigt man in eine Art Achterbahn, dort kann man zwar nicht lenken, aber bremsen – oder auch nicht.
Unten angekommen war die Aussicht, dank Absperrungen, leider recht einseitig.
Also fuhren wir bald weiter. Schon später abends kamen wir am Lambiang Berg an, welche nach einer Wanderung eine schöne Aussicht bieten sollte. Leider hatten wir uns nicht richtig informiert, denn die kleine Wanderung ginge 6 Stunden oder man zahlt (zu viel) für einen Jeep. Also weiter.

Als wir an einem See in der Nähe ankamen und man uns auch dort sagte, dass wir auf die andere Seite fahren müssten (halbe stunde fahrt und es dämmerte schon), entschlossen wir uns unseren eigenen weg zu finden.
Dort blieben wir auch bis es dunkel wurde.

Auf dem Rückweg hielten wir noch bei einem Cafe, das uns von einem Bekanntem aus Saigon, aßen Streetfood auf dem Rückweg und fuhren zum Hostel zurück.

Spontan entschlossen wir uns nicht nach Nha Trang zu fahren, denn wir haben schon oft gehört, dass dieser Küstenort mittlerweile von Chinesen aufgekauft und von Russen bewohnt sei – zu touristisch.

Also buchten wir den Bus und ein Hotel für Quy Nhon, auf Empfehlung einer meiner Highschool – Schülerinnen.

Auf der 9-stündigen Fahrt dorthin bemerkten wir dann noch meinen Pass nicht zurück bekommen zu haben, welchen wir als Pfand an der Rezeption hinterlegen sollten.
Doch auch das war schnell geklärt, so erreichte dieser Quy Nhon keine zwei Tage nach uns.

 

Hier verbrachten wir den ersten Tag großteils am Strand. Abends beschlossen wir Seefood essen zu gehen. So bestellten wir, da noch zögerlich, Garnelen und Muscheln, die wir zuvor schon mal woanders gegessen hatten.

Am zweiten Tag hatten wir die Idee noch andere Strände zu erkunden, doch die waren leider nicht so zu erreichen – 6 Stunden Fußweg, aber nur 45 Minuten mit dem Roller. Also liehen wir uns auch hier wieder einen Roller in unserem Hotel. Dieser war sogar der günstigste bisher auf unserer Reise: nur 3,70€ (100.000 VND) für 24 Stunden.
Noch am gleichem Tag fuhren wir also Richtung Ky Co Beach. Dieser solle aussehen wie die Ha Long Bucht im Norden bei Hanoi. Diese ist UNESCO Weltkulturerbe, sehr überlaufen und verdammt teuer.

Doch auch hier verlangte man Geld für den Eintritt. Zwar nur 100K VND, doch da es schon dämmerte, fuhren wir weiter.
Angekommen in einem kleinen Fischerdorf fanden wir einen menschenleeren Strand, machten es uns dort bequem, aßen Avocado Baguette und Wassermelone und konnten die Sonne über der Stadt untergehen sehen.

Heute am letzten Tag fuhren wir nach dem Check- out schon früh morgens los. Unser Ziel dieses mal war der „Queens Beach“ oder auch „Egg Stone Beach“. Den Erzählungen nach zogen sich die Königin und der letzte König Vietnams dort regelmäßig zurück um dort ihrem royalen Alltag zu entfliehen. Der zweite Name kommt daher dass dies kein Sandstrand ist, sondern ist die Küste hier gefüllt mit kleinen bis riesigen Steinen. An einer Stelle sind viele kleinere Steine, alle in ähnlicher Größe, welche aussehen wie riesige Vogeleier.
Da wir am vorherigen Abend noch vollgetankt hatten, fuhren wir die letzten Stunden durch die Gegend und hielten hier und dort mal an.

Nun liegt Anita am Strand und ich sitz in einem Cafe und schreibe diesen Eintrag.
Heute Nacht fahren wir weiter nach Hoi An.
Dort wollen wir für ein paar Tage auf eine Insel und nah knapp einer Woche nach Da Rang weiter reisen.

Fotos gibts im nächsten Eintrag!
Leider gibt es erstmal noch keine Fotos aus Quy Nhon, denn wir haben das USB Kabel für die Kameras verloren und müssen uns erst ein neues in der nächst größeren Stadt kaufen.

Bis dahin liebe Grüße an alle!

Sönke

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